1. Grundlagen und Geltungsbereich
1.1 Für die gesamte Geschäftsbeziehung zwischen Ihnen („Auftraggeber“) und Andrea Neissl („Auftragnehmer“) zur Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Unternehmensberatung, Coaching im beruflichen Kontext und Energiearbeit gelten ausschließlich diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, kurz „AGB“.
1.2 Es ist die zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses auf www.andreaneissl.com veröffentlichte Fassung der AGB anzuwenden.
1.3 Entgegenstehende AGB des Auftraggebers bzw. Teile davon sind nur gültig, wenn diese vom Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich anerkannt wurden.
1.4 Für den Fall der bestehenden oder eintretenden Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieser AGB berührt diese Unwirksamkeit die Wirksamkeit der anderen Bestimmungen nicht.

2. Umfang eines Auftrages und Vertretung
2.1 Der Umfang eines konkreten Auftrages wird im Einzelfall vertraglich vereinbart.
2.2 Der Auftragnehmer ist berechtigt, den Beratungsauftrag ganz oder teilweise durch sachverständige Mitarbeiter oder gewerbliche, freiberufliche Kooperationspartner erbringen zu lassen. Es entsteht kein wie immer geartetes direktes Vertragsverhältnis zwischen dem Dritten und dem Auftraggeber.

3. Aufklärungspflicht des Auftraggebers 
3.1 Der Auftraggeber sorgt dafür, dass die organisatorischen Rahmenbedingungen bei Erfüllung des Auftrages an seinem Geschäftssitz oder an einem anderen Ort seiner Wahl (z. B. Seminarhotel) ein ungestörtes und dem Fortgang des Auftrages förderliches Arbeiten erlauben.
3.2 Das Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bedingt, dass der Auftragnehmer über bereits durchgeführte und/oder laufende Beratungen – auch auf anderen Fachgebieten – umfassend informiert wird.
3.3 Der Auftraggeber sorgt dafür, dass dem Auftragnehmer von allen Vorgängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Beratungsauftrages von Bedeutung sind. Dies gilt auch für alle Unterlagen, Vorgänge und Umstände, die erst während der Tätigkeit des Auftragnehmers bekannt werden.
3.4 Der Auftraggeber sorgt dafür, dass seine Mitarbeiter und die gesetzlich vorgesehene und gegebenenfalls eingerichtete ArbeitnehmerInnenvertretung (Betriebsrat, Personalvertretung) bereits vor Beginn der Tätigkeit des Auftragnehmers von dessen Tätigkeit informiert werden.

4. Coaching im beruflichen Kontext und Energiearbeit
4.1 Coaching-Grundlage ist das Kieler Beratungsmodell. Coaching nach dem Kieler Beratungsmodell ist definiert als
a. Personenorientierte Beratung zu Themen im beruflichen Kontext
b. Bestandteil moderner Personalentwicklung
c. Möglichkeit, individuell eine Optimierung von Kompetenzen zu erreichen
4.2 Coaching im beruflichen Kontext basiert auf Freiwilligkeit und Kooperation zwischen Coach und Coachingkunde sowie auf gegenseitigem Vertrauen und ist ein Expertengespräch, bei dem der Kunde Experte für den Inhalt (z. B. besonderes Wissen und Können den jeweiligen Aufgabenbereich im Job betreffend) und der Coach Experte für den Ablauf des Gesprächs (z. B. lösungs- und zukunftsorientierte Reflexionen) ist.
4.3 Coaches denken systemisch und haben ein lösungsorientiertes Beratungsverständnis. Das Denken in Zielen und Lösungen wird mit der Achtung vor den Ressourcen und Werten der Kunden verbunden.
4.4 Die Kernaufgabe des Coachs besteht darin, dem Kunden Zugänge zu Lösungen und Möglichkeiten zu eröffnen. Der Schwerpunkt des Coachings liegt auf dem Lösungsprozess, welchem eine kurze Analyse des Problems vorausgeht. Gemeinsam mit dem Kunden werden je nach Anliegen Themenstellung, Ziele, Zielkriterien und Auftrag (Methoden der Zielerreichung bzw. Lösungsfindung) erarbeitet und der Kunde bei seiner Lösungsfindung unterstützt und begleitet. Die eigentliche Veränderungsarbeit sowie die Umsetzung des Erarbeiteten im Alltag müssen vom Kunden selbst geleistet werden.
4.5 Bei der Energiearbeit handelt es sich um eine Unterstützung auf feinstofflicher Ebene mit dem Ziel, den Energiefluss in allen Körpern (physischer und feinstoffliche) wiederherzustellen. Dazu gehören Reinigung, Aktivierung und Harmonisierung von körpereigenen Energiefeldern mit Methoden der Humanenergetik. In einer persönlichen Beratung stellen sämtliche Aussagen Zustandsbeschreibungen und Lösungsmöglichkeiten auf energetischer Ebene dar.
4.6 Der Kunde trifft sämtliche Entscheidungen und bestimmt sein Verhalten in voller Eigenverantwortlichkeit. Er und/oder der Auftraggeber kann und wird weder den Auftragnehmer noch dessen Partner bei der Vertragserfüllung für Konsequenzen des Verhaltens bzw. von Entscheidungen des Kunden zur Verantwortung ziehen.
4.7 Es wird ausdrücklich festgehalten, dass Coaching und Energiearbeit keine Psychotherapie und keine Lebens- und Sozialberatung sind und diese keinesfalls ersetzen können. Ebenso wenig ersetzen Coaching und Energiearbeit eine ärztliche Untersuchung, Diagnose und medizinische Behandlung.
4.8 Der Auftragnehmer bzw. Coach hat das Recht, ein Coaching oder eine energetische Behandlung unverzüglich abzubrechen, wenn er zur Auffassung gelangt, dass aus seiner Sicht Coaching und Energiearbeit nicht die geeigneten Beratungsmethoden darstellen (etwa weil fachspezifische Beratung oder Psychotherapie als angemessenere Methode erscheint) oder Inhalte eines Coachings als mit seinen ethischen Prinzipien unvereinbar erscheinen. Die Gründe für den Abbruch eines Coachings oder energetischen Behandlung wird der Coach dem Kunden umgehend offenlegen.

5. Absage eines Termins
5.1 Der Auftragnehmer ermöglicht eine kostenfreie Absage der Beratungs- oder Coachingsitzung bis 48 Stunden vor dem Termin, bei Montagsterminen bis zum vorhergehenden Donnerstag 08.00 Uhr, danach wird das vereinbarte Honorar in voller Höhe fällig.
5.2 Seminar-, Kurs- oder Workshop-Gebühren sind auch bei Nichtteilnahme fällig und können nicht (rück-)erstattet werden. Es ist möglich, eine/n Ersatzteilnehmer/in zu stellen.

6. Berichte
6.1 Je nach Art des Beratungsauftrages und entsprechender Vereinbarung erhält der Auftraggeber Berichte über den Arbeitsfortschritt und in angemessener Zeit nach Abschluss des Auftrages einen Schlussbericht (z. B. in Form eines Fotoprotokolls der Veranstaltung).
6.2 Sind Auftraggeber und Coachingkunde nicht ident, beschränkt sich das Berichtswesen des Coaches gegenüber dem Auftraggeber auf die Bekanntgabe der Anzahl der durchgeführten Coachingeinheiten sowie des Namens der Kunden. (Schweigepflicht)
6.3 Der Auftragnehmer bzw. Coach gibt insbesondere keine Beurteilungen, Einschätzungen oder Empfehlungen betreffend Kunden ab – dies gilt auch im Verhältnis zum Auftraggeber.
6.4 Für die Erstattung von Berichten gelten die jeweils vereinbarten Honorarsätze.

7. Unabhängigkeit
7.1 Die Vertragspartner verpflichten sich zur gegenseitigen Loyalität.
7.2 Die Vertragspartner verpflichten sich gegenseitig, alle Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, die Gefährdung der Unabhängigkeit der beauftragten Dritten und Mitarbeiter des Auftragnehmers zu verhindern. Dies gilt insbesondere für Angebote des Auftraggebers auf Anstellung des Dritten bzw. der Übernahme von Aufträgen auf eigene Rechnung eines Dritten.

8. Schutz des geistigen Eigentums
8.1 Die Urheberrechte an den vom Auftragnehmer, seinen Mitarbeitern oder beauftragten Dritten geschaffenen Werken (insbesondere Angebote, Berichte, Analysen, Leitfäden, Präsentationen, Arbeitsbücher, Kursunterlagen etc.) verbleiben beim Auftragnehmer. Sie dürfen vom Auftraggeber während und nach Beendigung des Vertragsverhältnisses ausschließlich für die im Vertrag bzw. Auftrag festgelegten Zwecke bzw. nur in dem im Auftrag bezeichneten Umfang verwendet werden. Der Auftraggeber ist insofern nicht berechtigt, das Werk ohne ausdrückliche Zustimmung des Auftragnehmers zu vervielfältigen und/oder zu verbreiten. Keinesfalls entsteht durch eine unberechtigte Vervielfältigung/Verbreitung des Werkes eine Haftung des Auftragnehmers – insbesondere etwa für die Richtigkeit des Werkes – gegenüber Dritten.
8.2 Bei einem Verstoß des Auftraggebers gegen diese Bestimmungen ist der Auftragnehmer berechtigt, das Vertragsverhältnis sofort zu beenden und weitere Ansprüche, insbesondere auf Unterlassung und/oder Schadenersatz, gegenüber dem Auftraggeber geltend zu machen.

9. Haftung
9.1 Der Auftragnehmer handelt bei der Durchführung von Coaching nach den anerkannten Prinzipien des Kieler Beratungsmodells. Energiearbeit erfolgt nach den Bestimmungen der Humanenergetik und ist keine Heilbehandlung. Es handelt sich bei Coaching und Energiearbeit jeweils um eine Dienstleistungstätigkeit, ein Erfolg ist daher nicht geschuldet und eine diesbezügliche Haftung ausgeschlossen. Der Auftragnehmer haftet dem Auftraggeber für Schäden nur im Falle groben Verschuldens (Nachweis von Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit) im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Dies gilt sinngemäß auch für Schäden, die von den vom Auftragnehmer beigezogenen Dritten verschuldet werden. Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden durch leichte Fährlässigkeit.
9.2 Schadenersatzansprüche des Auftraggebers können nur innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens aber innerhalb von drei Jahren nach Eintritt des anspruchsbegründenden Ereignisses gerichtlich geltend gemacht werden.
9.3 Der Auftraggeber hat jeweils den Beweis zu erbringen, dass der Schaden auf ein grobes Verschulden des Auftragnehmers zurückzuführen ist.
9.4 Sofern der Auftragnehmer das Werk bzw. die Dienstleistung unter Zuhilfenahme Dritter erbringt und in diesem Zusammenhang Gewährleistungs- und/oder Haftungsansprüche gegenüber diesen Dritten entstehen, tritt der Auftragnehmer diese Ansprüche an den Auftraggeber ab. Der Auftraggeber wird sich in diesem Fall an diese Dritten halten.

10. Geheimhaltung und Datenschutz
10.1 Der Auftragnehmer verpflichtet sich zu unbedingtem Stillschweigen gegenüber Dritten betreffend Angelegenheiten, die ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden. Diese Schweigepflicht bezieht sich auf sämtliche Informationen und Umstände, die ihm bei der Erbringung der Leistung über den Auftraggeber, sein berufliches Umfeld, seine Geschäftsbeziehungen etc. zugegangen sind. Nur der Auftraggeber selbst kann den Auftragnehmer von dieser Schweigepflicht entbinden.
10.2 Der Auftragnehmer ist von dieser Schweigepflicht gegenüber allfälligen von ihm beauftragten Partnern oder Gehilfen und Stellvertretern, denen er sich zur Erledigung des Auftrages bedient, entbunden. Er hat die Schweigepflicht aber auf diese vollständig zu überbinden und haftet für deren Verstoß gegen die Verschwiegenheitsverpflichtung wie für einen eigenen Verstoß.
10.3 Die Schweigepflicht gilt auch über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus. Ausgenommen sind Fälle mit gesetzlicher Verpflichtung zur Auskunftserteilung.
10.4 Bei Coachingaufträgen gilt diese Schweigepflicht auch gegenüber dem Auftraggeber als vereinbart, wenn dieser nicht mit dem Coachingkunden ident ist.

11. Honoraranspruch
11.1 Der Auftragnehmer erhält ein Honorar gemäß der schriftlichen Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer. Das Honorar ist mit Rechnungslegung durch den Auftragnehmer fällig.
11.2 Bei der Auftragserfüllung anfallende Barauslagen, Spesen, Kosten für Unterkunft etc. sind gegen Rechnungslegung des Auftragnehmers vom Auftraggeber zu ersetzen.
11.3 Der Auftragnehmer kann die vollständige Erbringung seiner Leistung von der vollen Befriedigung seiner Honoraransprüche abhängig machen. Die Beanstandung der Leistungen des Auftragnehmers berechtigt, außer bei offenkundigen Mängeln, nicht zur Zurückhaltung der ihm zustehenden Vergütungen.
11.4 Wird die Ausführung des Auftrages nach Vertragsunterzeichnung bzw. schriftlicher Annahme des Angebots durch den Auftraggeber verhindert, so gehört dem Auftragnehmer gleichwohl das vereinbarte Honorar.

12. Elektronische Rechnungslegung
12.1 Der Auftragnehmer ist berechtigt, dem Auftraggeber Rechnungen in elektronischer Form als .pdf-Dokument zu übermitteln. Der Auftraggeber erklärt sich mit der Zusendung von Rechnungen in elektronischer Form durch den Auftragnehmer ausdrücklich einverstanden.

13. Dauer des Vertrages
13.1 Ein Vertrag auf Basis dieser AGB endet mit dem Abschluss des Auftrages bzw. der zu erbringenden Leistung.
13.2 Der Vertrag kann dessen ungeachtet jederzeit aus wichtigen Gründen von jeder Seite ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gelöst werden. Als wichtiger Grund ist insbesondere anzusehen,
– wenn ein Vertragspartner wesentliche Vertragsverpflichtungen verletzt oder
– wenn bei einem Vertragspartner ein Insolvenzverfahren eröffnet wird oder ein Konkursantrag
mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen wird.

14. Schlussbestimmungen
14.1 Auf Verträge, für die diese AGB gelten, ist materielles österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts anwendbar.
14.2 Erfüllungsort ist Wien.
14.3 Es wird die Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichts in Wien vereinbart.

Stand vom 1.8.2018